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Rückblick: India IT Days am 14. Juli 2008
18.07.2008, 14:32 UhrMarktchancen und Kooperationspotenziale für deutsche IT-Unternehmen.
Indien hat als Software- und Hightechstandort in den letzten Jahren viel Furore gemacht. Dabei wird von vielen übersehen, dass der indische Markt mehr zu bieten hat als Konkurrenz durch niedrige Löhne. Die India IT Days - eine Kooperationsveranstaltung von bwcon, MFG und InGeSCoN – beleuchteten den Technologiestandort Indien aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln.
Zum einen wurde Indien als Standort für Outsourcing-Projekte diskutiert. Gerade in Zeiten zunehmenden IT-Fachkräftemangels hier zu Lande können Kooperationen mit indischen Partnern hier interessante Optionen eröffnen. Weiterhin wurde Indien auch als Absatzmarkt für deutsche Softwareunternehmen vorgestellt. Insbesondere für brachenspezifische Softwarelösungen besteht ein wachsender Bedarf. Hierbei ergeben sich gerade auch für mittelständische Unternehmen immer mehr Möglichkeiten, neue Absatzmärkte zu erschließen.
Der erste Referent, Ashant Chalasani vom indisch-deutschen Unternehmensnetzwerk InGeSCoN, erläuterte die Potenziale, die sich aus dem stark wachsenden Fachkräftereservoir in Indien ergeben. Gleichzeitig ergeben sich aus der stark wachsenden indischen Volkswirtschaft ein stark zunehmender Bedarf nach technologieintensiven Gütern und wissensintensiven Dienstleistungen, die durch einheimische Anbieter bei weitem nicht abgedeckt werden können, so dass sich hier neue Absatzmärkte für spezialisierte Anbieter auch aus Deutschland ergeben können. Sowohl für Outsourcing-Projekte als auch für eigene Engagements im indischen Markt ist es wichtig, einen vertrauenswürdigen Partner zu finden, der als „Brückenkopf“ dient, und dazu beiträgt, mentalitätsbedingte Stolperfallen zu umgehen.
Sven Liess, Geschäftsführer der e-Gits GmbH, konnte in seinem Erfahrungsbericht die vorherigen Ausführungen bestätigen. Die eGits GmbH nutzt seit 7 Jahren Ressourcen aus Chennai, Indien für Entwicklungen im Bereich Embedded Solutions. Das Unternehmen hat dazu ein Entwicklungszentrum in einem Technologiepark in Chennai eingerichtet. Herr Liess erläuterte die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und ging darauf ein, mit welcher Erwartungshaltung und Vorbereitung solche Kooperationsprojekte angegangen werden sollten. Er ging dabei auch auf Probleme wie die indische „No Problem“ Haltung ein sowie auf die zunehmende Personalknappheit, die zu stark steigenden Personalkosten und hohen Fluktuationen führt.
Dr. Gregor Zeifang von der Kanzlei CMS Hasche Sigle komplettierte die Veranstaltung mit einem Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen. Er ging dabei auf rechtliche Fragestellungen und Probleme bei Outsourcingvereinbarungen ein und erläutert, worauf man bei Engagements in Indien achten muss (z.B. bei Joint Ventures und eigenen Niederlassungen). Dabei konnte Herr Dr. Zeifang Erfahrungen aus erster Hand aus seinem gerade erst abgeschlossenen mehrmonatigen Indien-Aufenthalt einbringen.
Das anschließende Get-Together nutzen die Teilnehmer, um eigene Outsourcing-Erfahrungen auszutauschen und sich bei den Referenten über weitere Eindrücke und Erfahrungen zu informieren.
Für bwcon-Mitglieder gibt es die Möglichkeit, die Präsentationen der Veranstaltung im members-only-Bereich der bwcon-Website herunterzuladen.
Quelle: bwcon
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