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bwcon: Exklusiv-Führung mit bwcon: Vorstand Prof. Thomas Hundt "Die Kraft der Emotionen"

06.07.2010, 12:05 Uhr

Passend zur Fußball-WM lud bwcon am 29. Juni 2010 zur Exklusiv-Führung in die Landesausstellung „Gefühle, wo man schwer beschreiben kann“ – einem Streifzug durch die Geschichte des Fußballs im Südwesten Deutschlands.

Ausstellungsmacher und bwcon-Vorstand Prof. Thomas Hundt gab spannende Einblicke in die Ausstellung.

In der Mitte des Raumes, auf einem roten Teppich, thront er, der das Herz jedes Fußball-Fans höher schlagen lässt: der Fifa-Weltpokal. Der mit Edelsteinen verzierte Pokal aus 18-karätigem Gold ist ein Erstabguss und befindet sich im Privatbesitz vom Stuttgarter Unternehmer Rolf Deyhle. In einem Video berichtet er von seinen Erlebnissen mit dem Pokal und seinem emotionalen Wert. Und genau das ist es, was die Landesausstellung so besonders macht: die Geschichten und Emotionen hinter den Exponaten.

„Allerdings war es gar nicht so einfach, die Ausstellung zu bestücken, da Fußball nie systematisch oder institutionell gesammelt wurde“, erklärte bwcon-Vorstand Prof. Thomas Hundt, der mit seiner Agentur jangled nerves die Ausstellung im Auftrag des Hauses der Geschichte konzipierte und den bwcon-Mitgliedern einen exklusiven Einblick gewährte. 2006, nach der Fußball-WM in Deutschland, hatte die Direktorin Dr. Paula Lutum-Lenger die Idee zur Ausstellung. Fast vier Jahre lang waren die Mitarbeiter des Hauses der Geschichte mit Recherchen beschäftigt. Ihre intensive Arbeit – aber auch Glück und Zufälle – machten eine Ausstellung mit einer Vielzahl an Exponaten möglich, die sowohl einen umfassenden als auch einen emotionalen Blick auf den Fußball im Südwesten Deutschlands erlaubt.

So erinnert die Ausstellung auch an fast vergessene Fußballgrößen aus der Region – beispielsweise an Emil „Emilio“ Walter aus dem Pforzheimer Stadtteil Brötzingen, der in den 1920er-Jahren als Profi beim FC Barcelona spielte und mit diesem Verein 1929 die Spanische Meisterschaft gewann. In Deutschland ist er nur noch Wenigen bekannt, in Katalonien wird er bis heute verehrt.

Klinsis Tonne


Von einem der berühmtesten Baden-Württemberger der Welt stammt der Titel der Ausstellung: Jürgen Klinsmann äußerte am 30. Juni 1996, wie ihm nach dem Gewinn der Europameisterschaft zumute war: „Das sind Gefühle, wo man schwer beschreiben kann", sagte er den Reportern, sichtlich bewegt. Bewegt – aber nicht im positiven Sinne – war Jürgen Klinsmann auch am 10.05.1997, als ihn Trainer Giovanni Trappatoni aus dem Spiel nahm. Jürgen Klinsmann rastete aus und trat mit Wucht gegen eine Tonne – die es samt Loch nun in der Ausstellung zu bewundern gibt.

Fußball als gesamtgesellschaftliches Phänomen


„Ziel der Ausstellung ist es, Fußball als gesamtgesellschaftliches Phänomen zu zeigen“, erklärte Thomas Hundt. Das ist gelungen. Die Verknüpfung von Sport und Geschichte macht die Ausstellung nicht nur für Fußball-Fans, sondern auch für Fußball-Laien so interessant. Zu sehen ist beispielsweise die Victoria, der alte Meisterschaftspokal, der nach dem zweiten Weltkrieg über Jahrzehnte verschollen war und nach der Wende – auf mysteriöse Art und Weise – in der ehemaligen DDR auftauchte.

Natürlich fehlte bei der Führung für bwcon-Mitglieder nicht der Hinweis auf die baden-württembergische Wirtschaft. So stammen die Tipp-Kick-Tische von der Edwin Mieg OHG aus Villingen-Schwenningen, die seit 86 Jahren das Kultspiel herstellt, das sogar in einer eigenen Bundesliga gespielt wird. Die Tischkicker sponserte die Festool GmbH aus Wendlingen. Die Spieler sind in verschiedenen historisch wichtigen Aufstellungen aneinandergereiht – „eine Idee, die sich im gemeinsamen Gespräch ergeben hat“, so Thomas Hundt. Das zeigt: Nichts ist wichtiger als der Dialog, um Innovatives zu kreieren. Neben den fußballerischen Einblicken ist auch das eine wichtige Erkenntnis.

Über jangled nerves: jangled nerves konzipiert und produziert räumlich-mediale Kommunikationslösungen, unter anderem für Museen, Ausstellungen, Showrooms und Messen. Ziel ist die Verwebung von Architektur, Grafik, Film, Interaktion und Kinematik. Alle klassischen Formen der Medienproduktion werden durch die Einbindung in den räumlichen Kontext und durch das auf die Zielgruppen ausgerichtete Storytelling zu immersiven, ganzheitlich gestalteten Erlebnisräumen.

Weitere Infos zu bwcon: Kreativ: http://www.bwcon.de/bwcon_kreativ.html

Autor: Gitta Rohling, Auftrag Wort


 

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