Ausgangspunkt war die Frage, wie Kräfte und Momente auch in beweglichen oder rotierenden Systemen zuverlässig gemessen werden können, ohne dass Kabel, Schleifringe oder mechanisch belastete Leitungen zum Schwachpunkt werden. Gerade in Robotik und Handhabungstechnik verursachen solche Verbindungen zusätzlichen Bauraum, Verschleiß und potenzielle Messfehler. Im Projekt wurde deshalb eine kompakte Sensorlösung mit anwendungsspezifischer Kalibrierung und drahtloser Energie- und Datenübertragung weiterentwickelt. Die Kalibrierung berücksichtigt die konkrete Einbausituation und erlaubt die mehrdimensionale Erfassung von Kräften und Momenten. Gemeinsam mit einem Hersteller von Robotik- und Handhabungstechnik wurden bereits Prototypen für Robotergreifer umgesetzt und beim Industriepartner evaluiert; weitere Unternehmen aus unterschiedlichen Anwendungsfeldern erproben die Technologie in konkreten Szenarien.
Der Ansatz ermöglicht kompaktere, wartungsärmere und flexiblere Produkte, weil störanfällige Verkabelungen entfallen. Besonders interessant ist die Lösung für Unternehmen aus Robotik, Automatisierung, Werkzeug- und Maschinenbau, Medizintechnik und Fahrzeugtechnik, die Kräfte und Momente direkt in beweglichen Komponenten erfassen oder bestehende Systeme um Zustandsüberwachung und Qualitätskontrolle erweitern möchten.