Branchenübergreifende Vernetzung und Kooperation: Ein Erfolgsfaktor für digitale Geschäftsmodelle im Handwerk?

Projektziel

Das Handwerk ist mit rund 133.000 Betrieben und über 100 Mrd. Euro Umsatz eine tragende Säule des baden-württembergischen Mittelstands. Damit das auch in Zukunft so bleibt, ist es notwendig, digitale Kompetenzen bei den Beschäftigten in den Handwerksbetrieben auf- und auszubauen. Mit ausreichend digitalen Kompetenzen und Fortschrittwillen in den Unternehmen, kann es dem Handwerk gelingen, z.B. durch das Angebot digitaler und datenbasierter Dienstleistungen, sein Geschäftsfeld in Zukunft zu erweitern, die Zufriedenheit bestehender Kundengruppen zu erhöhen und neue zu erschließen.

Da aber vor allem kleine Betriebe Innovationsprozesse oftmals nicht aus eigener Kraft anstoßen und zu Ende führen können, gewinnen plattformbasierte Kooperationen zunehmend an Bedeutung, insbesondere auch, um den wachsenden Bedarf an Alles-aus-einer-Hand-Lösungen zu adressieren. Kooperationen mit Partnern außerhalb des Handwerks, wie z.B. mit IT-Unternehmen, Tech-Startups oder auch anderen branchenfremden KMU, werden dabei vielmehr Regel als Ausnahme sein.

Um in diesem digitalen Wandlungsprozess bestehen und sich auch künftig weiterhin erfolgreich am Markt positionieren zu können, sind Eigeninitiative, Flexibilität sowie Unternehmer- und Innovationsgeist gefragter denn je. Ein Wandel und eine Veränderung der eigenen Unternehmenskultur scheint daher unumgänglich und zentraler Erfolgsfaktor zu sein.

In dem vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau BW geförderten Projekt „Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor unternehmens- und branchenübergreifender Kooperationen in der digitalen Transformation“ werden gemeinsam mit drei interdisziplinären Handwerksteams am Beispiel digitaler Projektvorhaben aus der Unternehmenspraxis – wie z.B. dem Aufbau digitaler Fertigungs- oder Prozessplattformen -  u.a. folgende Punkte herausgearbeitet:

  • Welchen Einfluss hat die Unternehmenskultur auf die Kooperations- und Vernetzungsfähigkeit von KMU und damit auf den mittel- bis langfristigen unternehmerischen Erfolg?
  • Welche Methoden und Maßnahmen müssen in Belegschaft und Führung der Unternehmen etabliert und umgesetzt werden, damit dieser Transformationsprozess gelingt?
  • Welche organisatorischen und qualifikatorischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit der Transformationsprozess erfolgreich bewältigt werden kann?
  • Wie könnte ein standardisiertes Moderationskonzept zur Initiierung und Anbahnung von Kooperationsprojekten mit Partnern außerhalb des Handwerks aussehen?

Services

Die beteiligten Unternehmen profitieren im Rahmen des Projekts von einer geförderten Begleitung des eigenen Projektvorhabens durch das Konsortium - bestehend aus Baden-Württembergischem Handwerkstag, bwcon gGmbH, Ferdinand-Steinbeis-Institut und Steinbeis2i.

Die beteiligten Unternehmen werden vom Projektkonsortium dabei unterstützt, die eigenen unternehmenskulturellen Herausforderungen und Hürden erfolgreich zu meistern und ergänzende Partner für das Kooperationsprojekt zu finden. Bei Bedarf wird auch bei der Suche nach geeigneten Fördermitteln zur finalen Realisierung des eigenen Projekts zur Hand gegangen.

Partners

Partner

  • bwcon research gGmbH (Koordinator)
  • Ferdinand-Steinbeis-Institut (FSTI) der Steinbeis-Stiftung
  • Steinbeis 2i GmbH
  • Transferpartner: Baden-Württembergischer Handwerkstag e.V.
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