Mit dabei waren Nicole Kurek, Vorständin People & Culture der SICK AG, Christoph Siegel von VEGA Grieshaber sowie Dr. Michael Lauk, Global Chief Digital Officer der B. Braun Gruppe. Gemeinsam mit Matthias Haller, Chefredakteur des Personalmagazins, diskutierten sie darüber, wie Unternehmen KI sinnvoll einsetzen und gleichzeitig im internationalen Wettbewerb bestehen können. Ihre Botschaft war klar: KI ist längst kein Zukunftsthema mehr. Die entscheidende Herausforderung besteht darin, aus den Möglichkeiten konkreten Mehrwert zu schaffen.
Produktivität als Chance
Viele Unternehmen haben erste KI-Anwendungen bereits eingeführt. Der nächste Schritt ist jedoch anspruchsvoller: KI muss messbare Ergebnisse liefern. Entscheidend sind nicht möglichst viele Use Cases, sondern Lösungen für konkrete Herausforderungen in Prozessen, Produkten oder Services. Dafür braucht es nicht nur die passende Technologie, sondern vor allem belastbare Daten, klare Ziele und die Bereitschaft, bestehende Arbeitsweisen zu hinterfragen.
Die Diskussion zeigte, dass KI weniger als Bedrohung denn als Chance gesehen wird. Automatisierte Aufgaben schaffen Freiräume für Tätigkeiten, die Kreativität, Zusammenarbeit und fachliche Expertise erfordern. Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht, welche Aufgaben KI übernimmt, sondern wie Unternehmen die gewonnene Zeit nutzen. Wer diese Freiräume gezielt für Innovation und Weiterentwicklung einsetzt, kann einen echten Wettbewerbsvorteil erzielen.
Führung wird zum Erfolgsfaktor
Besondere Aufmerksamkeit galt der Rolle von Führungskräften. Denn im KI-Zeitalter zählt nicht mehr nur Fachwissen. Gefragt sind Orientierung, Lernbereitschaft und die Fähigkeit, Veränderungen aktiv zu gestalten. Erfolgreiche Unternehmen schaffen Räume zum Experimentieren, fördern Wissensaustausch und ermutigen Mitarbeitende, neue Technologien auszuprobieren. So entsteht eine Kultur, in der Innovation wachsen kann.
Das Fazit der Veranstaltung: KI ist keine reine Technologiefrage, sondern eine Frage der Unternehmenskultur. Wer Mitarbeitende einbindet, Kompetenzen aufbaut und Veränderung als kontinuierlichen Lernprozess versteht, schafft die Grundlage für eine erfolgreiche Transformation.
Oder anders gesagt: Die Zukunft der Arbeit wird nicht von der künstlichen Intelligenz entschieden, sondern davon, wie wir sie nutzen.
Die Veranstaltung fand im Rahmen der Future Work-Reihe von bwcon am Südlichen Oberrhein statt. Treibende Kräfte dieser Gruppe sind die bwcon Mitglieder Streit Service & Solution, Haufe Group, ADVANT Beiten und die JobRad Holding.
Sie möchten KI-Potenziale für Ihr Unternehmen identifizieren und konkrete Anwendungsfälle diskutieren? Nutzen Sie die bwcon KI-Sprechstunde für den Austausch mit Expertinnen und Experten:
Weitere Veranstaltungen rund um New Work, Digitalisierung und Innovation finden Sie unter events.bwcon.de