Zukunftsfähiger Sondermaschinenbau
Technische Expertise ist bei Eirich reichlich vorhanden. Das Unternehmen entwickelt und realisiert Maschinen- und Anlagenlösungen im Bereich Fördertechnik und Schüttguthandling.
Was bislang fehlte, war eine systematische Auseinandersetzung mit neuen Geschäftsmodellen, insbesondere im Hinblick auf die datenbasierte Prozessoptimierung im Kerngeschäft. Zudem war nicht klar definiert, welches konkrete Kundenproblem im Mittelpunkt der digitalen Lösungen steht und wie digitale Tools sinnvoll in das Leistungsangebot integriert werden können. Ein wichtiger erster Schritt war die Gründung des Joint Ventures prosio vision GmbH, das innerhalb der Eirich-Gruppe die Schnittstelle zwischen Digitalisierung und Verfahrenstechnik bei Markt und Kunde abbildet.
Den Fokus konsequent auf die Kundschaft legen
Gemeinsam mit bwcon wurde daher ein strukturierter Workshop-Prozess gestartet. Mithilfe der „Job-to-be-Done“-Methodik wurde der Fokus konsequent auf den Kundennutzen gelegt und das bestehende Leistungsangebot aus dieser Perspektive analysiert. Anschließend erfolgte die Ausformulierung des Geschäftsmodells mit Hilfe eines Business Model Canvas. Dominik Stelzmüller, Senior Berater für Geschäftsentwicklung und Innovationsprozesse bei bwcon resümiert: “Für Unternehmen, die sich ernsthaft mit ihrer Zukunftsfähigkeit auseinandersetzen möchten, ist der Perspektivwechsel unerlässlich. Es ist ein maßgeblicher Unterschied, ob das Ziel ist einen Mischer zu verkaufen, oder dem Kunden beim Lösen seiner Probleme zu helfen.”
Darauf aufbauend wurden mögliche Geschäftsmodelloptionen der prosio vision, digitale Bausteine und neue Serviceangebote diskutiert sowie organisatorische Fragen und notwendige Veränderungsprozesse im Unternehmen reflektiert.
Neue Tools steigern bereits den Umsatz
Heute verfügt prosio vision gemeinsam mit Eirich über eine klare strategische Perspektive für die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells und konkrete Ansatzpunkte für digitale und serviceorientierte Angebote. Besonders erfreulich: ein bereits neu eingeführtes digitales Tool als Grundlage zur Datenerfassung und Prozessoptimierung beschert bereits im ersten Jahr Umsatz im sechsstelligen Bereich. Und dieser soll im folgenden Jahr sogar verdoppelt werden. Das Tool verbindet personengebundenes Wissen, Daten und verfahrenstechnisches Know-How, um die Effizienz der Anlage stetig zu erhöhen und zu optimieren.
Auch Philipp Pahl, Produktmanager bei Eirich, zeigt sich optimistisch: “Wir sehen in den digitalen Services nicht nur die Möglichkeit für weiteren Umsatz, sondern für eine neue Art der Kundenbeziehung. Die Wertschöpfung endet nicht mit der Auslieferung der Maschine. Wir begleiten unsere Kundschaft nun entlang des gesamten Produktionsprozesses und sehen hier auch einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber asiatischen Marktbegleitern. Die Auseinandersetzung mit den Themen hat sich für uns also auf jeden Fall gelohnt!”
Wir dürfen gespannt bleiben, wie es bei dem Sondermaschinenhersteller weitergeht! Sie möchten sich ebenfalls mit der Zukunftsfähigkeit ihres Unternehmens beschäftigen? Dann wenden Sie sich gerne an Dominik Stelzmüller (stelzmueller@bwcon.de).