Im Juli 2025 gab es den ersten wichtigen Zwischenschritt für die Teams, die den Open Innovation Prozess "Digital Mobility Lab BW" durchliefen. Beim Pitch Event vor einer Jury aus Expert*innen präsentierten sie ihre Ideen. Schnell war klar: diese sind vielversprechend und sollten weiterverfolgt werden.
Daher hat das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg für die Realisierung der entstandenen Ideen ein Innovationsbudget zur Verfügung gestellt. Spürbar wurde diese Unterstützung beim Kongress “digitalMobil 2025” des Ministeriums, bei dem digitale Lösungen und Innovationen im Mobilitätsbereich vorgestellt und diskutiert wurden und bei dem die Teilnehmenden nicht nur beiwohnen, sondern auch mitgestalten durften. Sie konnten ihre Ideen auf der Bühne vor branchenrelevantem Publikum pitchen und so von noch mehr Feedback und Kontakten profitieren.
Der nächste Schritt: Vom Pitch zum Prototyp
Neben dieser Sichtbarkeit und Reichweite hatten die Teams im “Digital Mobility Lab BW Accelerator” weiterhin die Möglichkeit sich für ihre Ideen zu engagieren und mithilfe von individuellen Coachingstunden die Lösungen bis zum technologischen Reifegrad 5 weiterzuentwickeln. Das bedeutet, dass die Technologie in einer relevanten Einsatzumgebung, nahe der Realität, bzw. in einer Testumgebung überprüft und validiert wurde. Im Sinne der Effectuation Logik konnten die Teams ihre Zwischenziele selbst definieren. Somit wurde sichergestellt, dass die Teams erstmal mit den vorhandenen Mitteln ins Handeln kommen können. Die bwcon Coaches legten außerdem besonderen Wert auf die Orientierung an der Zielgruppe, so dass alle Teilnehmenden in engem Kontakt mit potentiellen Nutzenden standen und ihre Ideen regelmäßig in Interviews überprüften.
Und nun folgt die Realisierung
Zwei der Teilnehmenden, Chaithanya Kotha und Wolf Dieter Dallinger, haben neben weiteren Innovationsbegeisterten im Accelerator als Team „NovaGuide“ weitergemacht. Ihr Ziel: Eine Navigationshilfe für Menschen mit Sehbehinderung. „Unser Fokus liegt auf der Innenraumnavigation in unterirdischen Haltestellen mittels Smartphone und weitgehend ohne Installation zusätzlicher Hardware vor Ort. Die Innenraumnavigation stellt eine besondere Herausforderung dar und bislang gibt es dafür keine zufriedenstellenden Lösungen ohne teuren Installationsaufwand. Unseren Ansatz haben wir anhand von Interviews mit der Zielgruppe überprüft und angepasst. Um die Idee auch unter realen Bedingungen testen zu können, haben wir sehr erfolgreiche Gespräche mit der Stuttgarter Straßenbahnen AG geführt. In Kooperation mit ihnen entwickeln wir einen Prototyp für die Haltestelle Schlossplatz in Stuttgart. Wir freuen uns auf die Erkenntnisse, die wir daraus ziehen“, sagt das Team.
Innovation und eine zukunftsfähige Mobilität entstehen im Netzwerk
Auch Herr Gunther Weipert, Leiter der Fahrgastinformation bei der SSB, ist überzeugt von der Kooperation mit NovaGuide: „Die Verbesserung der barrierefreien Fahrgastinformation ist der SSB ein wichtiges Anliegen. Der innovative Ansatz von NovaGuide verspricht eine digitale Lösung, die mehr Inklusion bringt und einen Beitrag leistet, um den öffentlichen Nahverkehr zukunftsfähiger zu machen.“
Bei Interesse an (Open) Innovationsprozessen und Kooperationsanbahnungen können Sie sich an Alexandra Rudl (rudl@bwcon.de) wenden.