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Effizienz und Diversität im Spannungsfeld – SIG Diversity in Tech trifft sich zum „digitalen Streitgespräch“

Wie lassen sich Effizienz, Skalierung und Diversität miteinander vereinbaren? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Online-Events der bwcon Special Interest Group (SIG) Diversity in Tech – und zeigte: Der Ausgleich zwischen strukturierter Effizienz und gelebter Vielfalt ist eine zentrale Herausforderung für viele Organisationen.

Beim „digitalen Streitgespräch“ der SIG Diversity in Tech am 7. Mai trafen mit Katrin Beuthner, Geschäftsführerin der Freiburger Digitalagentur re-lounge GmbH, und Sabine Fischer, Co-Vorstandsvorsitzende des bwcon e.V., zwei bewusst zugespitzte Perspektiven aufeinander: Brauchen Unternehmen für ihren Erfolg vor allem effiziente, skalierbare Strukturen – oder ist Diversität die entscheidende Voraussetzung für Innovation und Zukunftsfähigkeit?

 

Bereits zu Beginn wurde deutlich, dass beide Sichtweisen berechtigt sind und sich in der Praxis häufig in einem Spannungsfeld begegnen. So betonte Katrin Beuthner die Herausforderungen wachsender Organisationen: „Effizienz entsteht oft durch Standardisierung – aber genau dort beginnt die Herausforderung für gelebte Vielfalt.“

 

Zwischen Standardisierung und Vielfalt

 

Effiziente und skalierbare Prozesse basieren häufig auf klaren Strukturen und einheitlichen Abläufen. Sie schaffen Orientierung, ermöglichen Vergleichbarkeit und beschleunigen Entscheidungen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass unterschiedliche Perspektiven im Arbeitsalltag weniger sichtbar werden oder nicht ausreichend eingebunden sind. Und selbst wenn Teams divers aufgestellt sind, erschweren Faktoren wie soziale Erwünschtheit, dass tatsächlich vielfältige Perspektiven Eingang in Entscheidungen finden. Dem gegenüber hob Sabine Fischer die strategische Bedeutung von Diversität hervor: „Diversität ist kein Zusatz, sondern eine Voraussetzung dafür, dass Organisationen langfristig innovativ und wettbewerbsfähig bleiben.“ Unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen fördern Innovation, unterstützen nutzerzentrierte Entwicklungen und stärken die Anpassungsfähigkeit von Unternehmen.

 

Praxisperspektiven und Austausch

 

Im anschließenden Dialog mit den Teilnehmenden wurde deutlich, dass viele Organisationen bereits Maßnahmen im Bereich Diversität umsetzen. Entscheidend ist jedoch, diese auch im Alltag wirksam werden zu lassen.

 

Als wichtige Aspekte wurden unter anderem genannt:

 

 

Im Verlauf der Diskussion wurde dabei immer wieder die Notwendigkeit einer bewussten Balance betont. Sabine Fischer fasste dies zusammen: „Es geht nicht um ein Entweder-oder, sondern darum, Effizienz und Diversität gezielt zusammenzuführen.“

 

Der richtige Mix entscheidet

 

Die Diskussion machte deutlich: Skalierbarer Unternehmenserfolg entsteht im Zusammenspiel von Effizienz und Diversität. Organisationen stehen vor der Herausforderung, standardisierte Prozesse mit Offenheit für unterschiedliche Perspektiven zu verbinden – und dabei immer wieder bewusst abzuwägen, wo Vereinheitlichung sinnvoll ist und wo Vielfalt gezielt Raum braucht. Oder, wie es eine Teilnehmerin treffend formulierte: „Effizienz braucht Diversität – und Diversität braucht bewusste Gestaltung.“

 

Ausblick: SIG schafft Raum für Austausch und Vernetzung

 

Die Frage, wie Diversität messbar gemacht werden könnte, wurde ebenfalls lebhaft diskutiert – mit verschiedensten Überlegungen der Teilnehmenden. Und das kann beispielsweise einer der Punkte sein, die in den nächsten SIG-Meetings tiefergehend besprochen werden. Die Runde ist immer offen für Fragen aus der Praxis, um gemeinsam zu mehr Erkenntnisgewinn zu kommen.

 

Deshalb baut die SIG Diversity in Tech ihr Angebot weiter aus:

  • Ab 30. Juni startet das neue Format „Lunch, Learn & Connect“ – eine monatliche, informelle Online-Lunchbreak.
  • Am 21. Juli folgt das nächste Online-Event mit Praxisberichten von Diversity Managerinnen.

 

Sie möchten dabei sein? Die SIG Diversity in Tech steht allen Interessierten offen. Nicht-Mitglieder dürfen bis zu zweimal an den Veranstaltungen einer SIG teilnehmen, um diese und ihre Inhalte kennenzulernen. Reinschnuppern ist also ausdrücklich erwünscht! Nehmen Sie hierzu gerne Kontakt mit Rebecca Kreuz auf >>

 

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