Künstliche Intelligenz kann Prozesse beschleunigen, Entscheidungen unterstützen und neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Doch ihr Erfolg entscheidet sich nicht an der Technologie allein. Die zentrale Frage lautet vielmehr: Wie gelingt es Unternehmen, Menschen für den Wandel zu gewinnen und Innovation nachhaltig in der Organisation zu verankern? Genau darüber diskutierten führende Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie und Digitalisierung bei der bwcon Veranstaltung „Global AI, Local Impact“ bei der SICK AG in Waldkirch-Buchholz.
Wer heute eine Bewerbung schreibt, konkurriert nicht nur mit anderen Kandidatinnen und Kandidaten, sondern zunehmend auch mit KI-optimierten Lebensläufen. Für Jan Ludwig, Gründer von tlou.ai, ist genau das einer der Gründe, warum Recruiting neu gedacht werden muss. Im Gespräch mit Nora Bartke von bwcon spricht er über die Herausforderungen moderner Personalauswahl, die Chancen von Künstlicher Intelligenz und die Frage, wie Unternehmen Talente besser erkennen können.
Digitale Technologien, Klimaziele und neue Formen der Wertschöpfung greifen in der Transformation der deutschen Wirtschaft zunehmend ineinander. Während sich Geschäftsmodelle in Richtung Daten- und Nutzungssysteme entwickeln, bleibt das Finanzierungsverständnis in Deutschland häufig in traditionellen Mustern verhaftet. Besonders im Company Building entsteht daraus eine strukturelle Lücke, die den notwendigen Wandel bremst. Aus Sicht von Dr.-Ing. Jürgen Jähnert, Geschäftsführer der bwcon GmbH, macht diese Entwicklung deutlich, dass sich nicht nur Geschäftsmodelle, sondern auch die zugrunde liegenden Finanzierungslogiken grundlegend verändern müssen.
Für erfolgreiches Company Building reicht es nicht aus, neue Geschäftsideen zu haben. Entscheidend sind die Kompetenzen der Menschen, die Unternehmen aufbauen, weiterentwickeln und sicher durch unsichere Zeiten führen. Zwei aktuelle europäische Projekte der bwcon GmbH zeigen, wie dieser Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft über die Menschen gelingen kann.
Wasserzeichen sollen sichtbar machen, ob ein Text mit Hilfe von KI entstanden ist. Doch was verrät eine solche Kennzeichnung tatsächlich über Autorschaft, Eigenleistung oder Authentizität? Das Essay von bwcon research KI-Experte Joachim Reinhart zeigt, warum die Frage „Mensch oder KI?“ zu kurz greift. Anhand aktueller Forschung, rechtlicher Entwicklungen und des überraschend zeitlosen Beispiels von Cyrano de Bergerac aus dem Jahr 1897 wird deutlich: Wasserzeichen können technische Herkunft nachweisen, aber nicht beantworten, wem Gedanken, Verantwortung oder Überzeugungen zuzuschreiben sind. Ein kritischer Blick auf ein Werkzeug, das oft mehr Bedeutung erhält, als es tatsächlich tragen kann.
Nachhaltiges Bauen wird für viele Unternehmen, Kommunen und Projektentwickler*innen immer wichtiger. Wer ein Gebäude nach anerkannten Standards wie der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifizieren lassen möchte, steht aber oft vor einem Berg an Regeln, Nachweisen und Dokumenten. Genau hier setzt das Forschungsprojekt CertAssist an: Ein digitales Assistenzsystem soll den Weg zur Nachhaltigkeitszertifizierung deutlich erleichtern.
Nach Gesprächen mit Führungskräften und Experten aus fünf Ländern geht das Erasmus+-Projekt „Leading One Step Behind“ (LOSB) nun in die gemeinsame Entwicklung eines Online-Kurses über. Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dabei zu unterstützen, Führung kooperativer und lösungsorientierter zu gestalten.
Die Energiewende hat das Energiesystem verändert – die Steuerlogik nicht
Die Energiewende wird meist als Technologieprojekt verstanden. Diskutiert werden Windräder, Solaranlagen, Batterien, Wärmepumpen und Wasserstoff. Tatsächlich verändert sie jedoch weit mehr als die Art der Stromerzeugung: Sie verändert die Architektur des gesamten Energiesystems. Ein Kommentar von bwcon research Geschäftsführer Dr. Jürgen Jähnert.
Wie können mittelständische Unternehmen ihr Portfolio diversifizieren, neue Märkte erschließen und dabei trotzdem ressourceneffizient bleiben? Eine Antwort liegt in der gezielten Zusammenarbeit innerhalb von Wertschöpfungsnetzwerken, also im gemeinsamen Entwickeln, Produzieren und Vermarkten über Unternehmensgrenzen hinweg. Im Rahmen des Forschungsprojekts IntWertL hat bwcon research genau das in der Praxis erprobt: als Moderatorin eines kollaborativen Netzwerks von KMU, das sich auf die Entwicklung von Lösungen für Nischenfahrzeuge im Nutzfahrzeugbereich konzentriert hat – mit der Plattform EcoVity als zentralem Ergebnis. Im Interview blickt Projektleiterin Isabell Wellmann auf die zentralen Erkenntnisse zurück, und erklärt, warum die professionelle Moderation solcher Netzwerke für den Mittelstand ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein kann.
Die Mobilitätswende wird häufig auf die Frage nach dem richtigen Antrieb reduziert. Doch echte Transformation entsteht nicht durch den Austausch des Motors, sondern durch die Neugestaltung des gesamten Mobilitätssystems. Warum das Elektroauto nur ein Baustein der Lösung ist und welche Rolle vernetzte, datengetriebene Mobilitätskonzepte künftig spielen, erläutert bwcon research Geschäftsführer Dr. Jürgen Jähnert in seinem aktuellen Kommentar.